Es sind Meldungen über ein Zukunftsprojekt aber ohne konkrete Vorstellungen wo der Nutzen für die Bevölkerung liegt. Zu Recht hört man „Wozu brauchen wir eine Gemeindestrukturreform, was bringt sie uns denn wirklich?“
Vieles wird berichtet, aber die Aussagen sind schwammig und es entsteht der Eindruck, dass das „Projekt Strukturreform“ mit all ihren Details unter Verschluss gehalten wird. Nur, Geheimniskrämerei ist niemandem dienlich, es schafft aber Unsicherheit und Unverständnis in der Bevölkerung.
Eines ist jedoch klar. Zusammenlegung heißt – Bündelung vorhandener Ressourcen und Schaffung einer besseren Infrastruktur und somit immense Vorteile für die Bevölkerung. Zusammenlegung kann aber auch heißen – Ausdünnung des ländlichen Raumes und somit Nachteile für die dort lebenden Menschen.
Viele Fragen stehen im Raum und müssten einer breiten Diskussion zugeführt werden. Ein Prozess, der so einschneidend das zukünftige Leben in der Region bestimmen wird, sollte auf breiter politischer Basis und unter Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung geschehen.
Besonders die Jugend müsse in diesen Reformprozess eingebunden sein. Denn es ist ihre Zukunft, die hier beschlossen wird. Veränderungen ja, sie sind notwendig und führen letztendlich zu einer Verbesserung der Lebenssituation für die Bürgerinnen und Bürger.
Die Entscheidung darüber aber sollte unter Einbeziehung aller demokratiepolitischen Spielregeln zustande kommen. Reformieren über die Köpfe der Menschen hinweg ist keine gute Basis für eine gesellschaftspolitische Neuordnung in unserem Land.